Meine erste Auftragsarbeit

Veröffentlicht auf von Hajewski, countess

Die Auftragsarbeit.
 
Hallo,                                                                      
    
Es war an einem Sommer Tag - kurz nach sechs Uhr morgens, fast wie am jeden Arbeitstag, öffnete ich das Fenster meines Arbeitszimmers, dann stellte ich seine beide Flügel zu Seiten. Auf dem Schreibtisch, der seine Rundungen gleich in der Nähe ausbreitete, legte ich meine Zeichnerutensilien. Ich selbst setzte mich über.
Ich mag diese stille Morgensstunden und finde sie als die ideale Arbeitszeit. 
Vertieft in schöpferischen Gedanken, merkte ich nicht, wie schnell die Zeit voran schritt.
In einem Moment hörte ich einen halb lauten, freundlichen Ruf "Hallo!"
Ich hob meinen Kopf hoch und schaute nach vorne, in Richtung Fenster - doch nur von draußen konnten diese Laute kommen.
Das, was ich sah, war das Grüne des vom meinen Fenster wachsenden Busches und üppigen Kronen alten Bäume aus dem Hof. Was ich noch merkte, war die Tatsache, dass die Sonne schon hinterm Dach des nebenstehenden Gebäudes verschwand, was mir zu denken gab, dass es gegen neun Uhr sein müsste.
Ich verlas meinen Platz am Tisch, dann näherte ich mich neugierig dem großen Helligkeit- und Frische-Luft-Spender. Ein Schritt vor dem Fensterbank blieb ich stehen - ich hatte doch keine, der meinen ausgefallenen Frisuren! Vorsichtig schaute ich nach draußen, sah aber nichts anderes als das, was ich schon vor ein Paar Sekunden zu sehen bekam.
Erst ein erneutes "Hallo!" zwang mich doch noch einen Schritt vorwärts zu tätigen um die Sichtweite ein wenig zu vergrößern. Dann sah ich einen jungen Mann, der unten, vor meinem Fenster auf dem Sand des Hofweges stand. Ich erkannte in ihm einen Bewohner des benachbarten Hauses.
"Gut morgen!" grüßte er und sagte, dass er eine Auftragsarbeit für mich hat. Dann erzählte er, dass demnähst seine Großmutter, eine vornehmende Dame, einen fünfundneuzigten Geburtstag hat. Aus dem Anlass möchte er ihr was ausgefallenes schenken - er hat einen Gedicht für sie geschrieben. Den möchte er auf einem weißen Papierblatt drücken, um eine passende Zeichnung ergänzen, dann das Ganze rahmen. Weil er selbst nicht zeichnen kann, bittet er mich, das für ihn zu erledigen.
"Gut." sagte ich, dann fragte ich ihn, ob er mit einem Termin von zwei Tagen einverstanden wäre - eine andere Auftragsarbeit lag noch auf meinem Schreibtisch. Um sie zu beenden werde ich mindestens einen Tag brauchen.
Er war einverstanden, weil eine große Familienfeier für die Oma sollte erst am 10. Oktober statt finden.
Ich schlug ihm noch was weiteres vor: "um die Zeit des Geschenkfertichstellungs zu verkürzen, werde ich mich selbst, um die Rahmen des Bildes kümmern". Auch mit dem Vorschlag war der Kunde einverstanden, weil er wusste, dass ich mit einem renovierten Bilderrahmen-Werkstatt zusammen arbeite und aus dem Grunde haben meine Aufträge oft Priorität. 
Zu Schluss war der Kunde sehr zufrieden - sein Auftrag war in vier Tagen erledigt. Meine Spitzenleistung bis jetzt!
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Veröffentlicht in Kunst

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