Meine Kunst

Veröffentlicht auf von Hajewski, countess

05 September
 
Hallo,
 
Gestern, kurz nach sechs Uhr, fast wie am jeden Arbeitstag, öffnete ich mein Küchenfenster, dann stellte ich seine beide Flügel zu Seiten. Auf dem Schreibtisch, der seine Rundungen gleich in der Nähe ausbreitete, legte ich meine Zeichnerutensilien. Ich selbst setzte mich über.
Ich mag diese stille Morgensstunden und finde sie als die ideale Arbeitszeit. 
Vertieft in schöpferischen Gedanken, merkte ich nicht, wie schnell die Zeit voran schritt.
In einem Moment hörte ich einen halb lauten, freundlichen Ruf "Hallo!"
Ich hob meinen Kopf hoch und schaute nach vorne, in Richtung Fenster - doch nur von draußen konnten diese Laute kommen.
Das, was ich sah, war das Grüne des vom meinen Fenster wachsenden Busches und üppigen Kronen alten Bäume aus dem Hof. Was ich noch merkte, war die Tatsache, dass die Sonne schon hinterm Dach des nebenstehenden Gebäudes verschwand, was mir zu denken gab, dass es gegen neun Uhr sein müsste.
Ich verlas meinen Platz am Tisch, dann näherte ich mich neugierig dem großen Helligkeit- und Frische-Luft-Spender. Ein Schritt vor dem Fensterbank blieb ich stehen - ich hatte doch keine, der meinen ausgefallenen Frisuren! Vorsichtig schaute ich nach draußen, sah aber nichts anderes als das, was ich schon vor ein Paar Sekunden zu sehen bekamm.
Erst ein erneutes "Hallo!" zwang mich doch noch einen Schritt vorwärts zu tätigen - auf dem Sand des Hofweges stand ein junger Mann. Ich erkannte in ihm einen Bewohner des benachbarten Hauses.
"Gut morgen!" grüßte er und sagte, dass er eine Auftragsarbeit für mich hat. Dann erzählte er, dass demnähst seine Großmutter, eine vornehmende Dame, einen fünfundneuzichten Geburtstag hat. Aus dem Anlass möchte er ihr was ausgefallenes schenken - er hat einen Gedicht für sie geschrieben. Den möchte er auf einem weissen Papierblatt drücken, um eine passende Zeichnung ergänzen, dann das Ganze rahmen. Weil er selbst nicht zeichnen kann, bittet er mich, das für ihn zu erledigen.
"Gut." sagte ich, dann fragte ich ihn, ob er mit einem Termin von zwei Tagen einverstanden wäre - eine andere Auftragsarbeit lag noch auf meinem Schreibtisch. Um sie zu beenden bräuchte ich mindestens einen Tag.
Er war einverstanden, weil eine große Familienfeier für die Oma erst am 10. Oktober findet statt. Ich schlug ihm noch was weiteres vor: "um die Zeit des Geschenkfertichstellungs zu verkürzen, werde ich mich selbst, um die Rahmung des Bildes kümmern". Auch mit dem Vorschlag war der Kunde einverstanden, weil er wußte, dass ich mit einem renovierten Bilderrahmen-Werkstatt zusammen arbeite und aus dem Grunde haben meine Aufträge offt Priorität. 
Zu Schluß war der Kunde sehr zufrieden - sein Auftrag war in vier Tagen erledigt. Meine Spitzenleistung bis jetzt!
 
 
 
 
28 August

Freitag, den 28.August 2009

Hallo!

Es ist interessant die eigenen Gedanken auf dem Bildschirm des Monitors meines Laptops zu sehen. Und es gefällt mir.

Heute saß ich den ganzen Tag am Laptop und vervollständigte meine Präsentationsmappe - am 10. Oktober veranstalte ich die erste Deutschland-Ausstellung meiner Werke. Gerade weil es die Erste ist, soll sie wirklich beeindruckend sein. Ich gebe mir viel Mühe, um das zu erreichen und meine Nerven sind auf äußerste aufgespannt. Nach heutigem Arbeitstag bin ich einwenig entspannter geworden, weil ich feststellen konnte, dass die gute 60% der Büroarbeit schon fertig ist. Ich konnte auch die weitere 40% planen. Für diese Arbeit werde ich höchstens eine Stunde brauchen. Es blieben noch 5 Bilder, die ich fertig malen werde. Dann werde ich sie fotografieren. Am Montag erstelle ich Einladungen, dann verschicke ich sie per Internet an alle Kunstinteressierte.

Gruß, countess PS: "Spanierin" - eins der Gemälde der Ausstellung.

 

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Lernen von alten Meistern: Spicken ist erlaubt | Tipps & Tricks zum Verkauf von Kunst

Hallo,

dies ist mein erster Blog.

Ich bin Künstlerin, artiste paintre, auf französisch, Ich mag diese Sprache und bewundere die französische Malerei.

Heute will ich mich aber über dem o.g. Buch äußern, weil ich finde die Bemühungen der Studenten unter ihrem Mentor, die alten Meistern der Weltmalerei auf diese Weise zu kopieren,  einfach großartig. Bis jetzt ist niemand auf solche Idee gekommen. Oder doch... vor kurzer Zeit, bei der Eröffnung einer neuen Sendung Verona Pott wagte die Versuchung den "Psychedelischen Tanz von Braig zu imitieren. Die Innovation zeigte sich in dem, dass die Verona mit einem Musikinstrument in der Mitte posierte, während zwei männliche Moderatoren die Komposition schlossen. 

Diese Darstellung sah nett aus und hatte eher einen positiven Einfluss auf die Inhalt der Sendung.

Welche Wirkung wird das o.g. Buch auf die gegenwärtige Kunstwelt erzielen? Mit Sicherheit wird es nicht vergessen auf einem Regal eines Buchhändler liegen, weil es lenkt unsere Aufmerksamkeit auf was sehr interessantes:

In der Zeiten, in deren Kameras nicht existierten, waren Künstler, die Ereignisse ihrer Gegenwart verewigten. Die kleine Differenzen zwischen den Darstellungen der Studenten und den Originalen sind nur ein Beweis dafür, wie sich die Lebenseinstellungen ( auch die Sitten und Bräuche) im Laufe der Zeit verändert haben. 

Ist jemand einer anderen Meinung? Gerne diskutiere ich darüber.

Gruß, countess

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